Die Wahl der
Sozialform ist auch eine richtungsgebende Komponente im Sprachunterricht.
Auf der einen Seite steht der Frontalunterricht, auf
der anderen Gruppenarbeit,
Interaktionen und Gruppengespräche etc. Das
Festhalten am Frontalunterricht
hat auf Seiten der Lehrenden auch mit der
Angst vor Macht- oder Kontrollverlust
zu tun, ist oftmals jedoch einfach
durch die Klassengrösse vorgegeben.
Wie soll man mit einer Klasse von 50 Sprachschülern bei
ein- oder zweimal
wöchentlich 90 Minuten interaktiven Unterricht
anbieten? Unmöglich! Bei
einer Klassengrösse von 8 Schülern
sollte man das schon erwarten können.
Die Fremdsprachendidaktik
bedient sich schon seit Langem neuer Methoden,
um den Unterricht effizienter
und lebendiger zu gestalten, die die Be-
reitschaft zur Auflockerung der
Sozialform erfordern. Medientechnische
Neuerungen haben die sozialen
Rollen von Lernenden und Lehrenden bereits
verändert. Leider werden
die herkömmlichen Unterrichtsszenarien, in denen
Sprachunterricht noch
immer hauptsächlich stattfindet, den Anforderungen
des Neuen Lernens
oft nicht mehr gerecht.
Interaktiver Unterricht verlangt mehr
Vorbereitung, mehr Dynamik und mehr Konzentration, erweckt
jedoch auch mehr Motivation bei den Lernenden und
fördert den Brückenschlag
zwischen Unbekanntem, Fremden und Neugier und
erleichtert so das Sprache
Lernen, so dass grössere Erfolge erzielt werden.